Die Rudergesellschaft Wertheim (RGW) nahm auch in diesem Jahr wieder an der Bocksbeutelregatta in Würzburg teil. Diese Regatta markiert traditionell das Ende der Rudersaison und den Übergang in die Winterpause.
Mit über 200 gemeldeten Booten – vom Einer bis zu der „Königsklasse“ im Achter – war die Veranstaltung wieder stark besetzt. Rudervereine aus ganz Deutschland traten über die 4.500 Meter lange Strecke an, um sich den begehrten Titel zu sichern.
Die RG Wertheim war in zwei Bootsklassen vertreten: Im Master-Frauen-E-Doppelzweier mit Dagmar Krämer und Elsa Löser sowie im Master-Männer-D-Doppelvierer mit Adrien Brès, Bernd Seipp, Markus Vollmer, Thomas Szabo.
Dagmar Krämer und Elsa Löser wollten ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. In einem stark besetzten Feld mit erfahrenen Ruderinnen aus Offenbach und Aschaffenburg mussten sie sich jedoch geschlagen geben. Mit einem Rückstand von 23 Sekunden auf die Renngemeinschaft Offenbach/Aschaffenburg erreichten sie den zweiten Platz.


Das Männerteam musste kurzfristig krankheitsbedingt umgestellt werden. Dank der spontanen Unterstützung von Reinhardt-Karsten Mürb, einem langjährigen RGW-Mitglied, der inzwischen für Aschaffenburg startet, konnte das Boot dennoch an den Start gehen.
Zusammen mit Adrien Brès, Bernd Seipp und Markus Vollmer komplettierte er den Vierer. Für Markus Vollmer und Bernd Seipp war es das erste Mal, dass sie in einem Rennboot über diese Distanz antraten. Der neu angeschaffte Doppelvierer „Julia“ kam dabei erstmals im Wettkampf zum Einsatz.
Trotz einer respektablen Zeit von 16:58 Minuten reichte es gegen die deutlich erfahreneren Gegner – die Renngemeinschaft Ingolstadt/München mit einer Siegerzeit von 15:03 Minuten – nicht für eine vordere Platzierung.
Reinhardt-Karsten Mürb startete zudem für den RG Aschaffenburg gemeinsam mit Dagmar Schwind im Mixed-Master-Doppelzweier F. Das Duo erreichte den 3. Platz mit 18:35 Minuten. Der Sieg ging an den RV Hellas Offenbach mit 17:35 Minuten.
Trotz der teils enttäuschenden Platzierungen überwiegt die Freude über die erfolgreiche Teilnahme und den Teamgeist. Die Regatta war ein schöner Saisonabschluss, und die Motivation für das kommende Jahr ist groß.
Nun beginnt für die RGW die Wintertrainingsphase, in der im Kraftraum an Ausdauer und Stärke gearbeitet wird. Ziel ist es, 2026 mit noch mehr Booten und verbesserten Leistungen an den Start zu gehen.
Ein besonderer Dank gilt Reinhardt-Karsten Mürb für seine kurzfristige Unterstützung sowie Oliver Händle für die Bereitstellung der Fotos.
